Mosbach und sein Fachwerk

Fachwerk in Mosbach In Mosbach sind heute noch Fachwerkhäuser aus 7 J. vorhanden und nachzuweisen wie das Stadtkataster Baden-Württemberg des Landesamt für Denkmalpflege Band 37 von 2012 dokumentiert.
Mosbach hat etwa 200 Fachwerkbauten. Die noch erhaltenen Fachwerkhäuser stammen zum größten Teil aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die ausgehende Zeit der Gotik und die Renaissance brachten aber vor allem hervorragende Bauten der Zimmermannskunst hervor. Besonders sehenswert sind diese Fachwerkbauten wie das Salzhaus von 1423, das alte Hospital von ca. 1450 oder das höchste Fachwerkhaus der Stadt Hauptstraße 68 von 1512. Das in seinem Äußeren noch gut erhaltene älteste sichtbare Fachwerk ist das Salzhaus. Das größte Fachwerkhaus der Stadt ist das alte Hospital von ca. 1450, das auch einen herausragenden liegenden Dachstuhl hat. Ein besonderes Fotomotiv ist das kleinste freistehende Fachwerkhaus Haus Kickelhein von ca. 1590.
Kurz vor dem dreißigjährigen Krieg wurde das sogenannte Palmsche Haus gebaut. Bauherr war der kurpfälzische hohe Hofbeamte Johann Schragmüller. Da dieses prachtvolle Haus von 1610 seit Generationen der Familie Palm gehört und der Ersterwerber dieser Familie seinen Namen Anton Palm an der Steinkonsole verewigen ließ, kam das tolle Renaissance-Gebäude zu seinem Namen Palmsches Haus. Es ist ein Höhepunkt der Zimmermannskunst und gehört zu den herausragenden Zeugnissen des Fachwerkbaus in Süddeutschland.
Mosbach hatte das Glück und seine Bürger wohl auch das Geschick, die Stadt über Jahrhunderte vor Zerstörung jeglicher Art zu bewahren. Auch das 20. Jahrhundert mit seinem Modernisierungswahn konnte die historische Innenstadt nur bedingt schädigen, da Mosbach wohl etwas verschlafen, langsam und traditionell ist. So wirkt die Stadt als geschlossenes Ganzes. Die Hauptstraße und der Marktplatz wirken homogen und mit den Gassen und kleinen Plätzen zwischen den alten Häusern vermittelt Mosbach eine angenehme, wohltuende Atmosphäre.